
Hören Sie auf, mit den IR-Härtungslampen zu raten!
Seit langem waren IR-Härtungsgeräte ziemlich „dumm“ – man schloss sie einfach an, drehte den Schalter um und hoffte, dass die Temperatur über der Transportbahn konstant blieb.
Das Problem: Man weiß meist erst, wenn eine Lampe kaputt ist oder ihre Leistung verloren hat, wenn eine Charge Teile am Ende der Produktionslinie die Qualitätstests nicht besteht. Bis dahin ist bereits viel Zeit und Material verschwendet worden.
Aber das ändert sich jetzt. Wir bewegen uns in Richtung einer Welt, in der die Lampen tatsächlich mitteilen, was vor sich geht.
Lampen, die wirklich kommunizieren
In den nächsten Jahren werden wir immer mehr solcher „sprechenden“ Lampen sehen. Durch den Einsatz von Sensoren direkt im Gehäuse oder durch intelligente Steuerungen können wir genau erkennen, wie viel Leistung sowie welches Spektrum die Lampen liefern.
Man muss nicht mehr raten, wie viel Lebensdauer noch übrig ist. Das System überwacht die Nutzungsdauer der Lampen. So erhält man rechtzeitig eine Warnung – bevor die Lampe kaputtgeht. Dadurch entfällt die Angst vor unerwarteten Problemen.
Der Nachteil (denn es gibt immer einen)
Es ist allerdings nicht kostenlos und einfach, eine Härtungsanlage „intelligenter“ zu machen. Man muss mit extremen Temperaturen umgehen. Wenn man einfach einen Sensor neben eine Kurzwellenlampe platziert, wird der Circuit innerhalb von Sekunden zerstört. Man muss also sehr vorsichtig sein, wo die Elektronik untergebracht wird und wie sie vor der Strahlung geschützt wird.
Deshalb werden die Gehäuse der Lampen wohl etwas größer werden. Das ist aber ein angemessener Kompromiss für mehr Sicherheit.
Wie sieht das in der Praxis aus?
Für die Ingenieure ist das der beste Aspekt: Endlich kann man auf die handbedienten Messgeräte verzichten und auf manuelle Temperatureinstellungen verzichten. Man kann die Leistung der Lampen remote anpassen – je nachdem, was die Teile selbst signalisieren. Wenn die Produktionsgeschwindigkeit steigt, gehen die Lampen in den Hochleistungsmodus. Wenn ein Teil stecken bleibt oder langsamer wird, reduziert das System die Leistung, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird.
So wird ein starres, „einfach einstellen und vergessen“-Verfahren zu einem Prozess, der aktiv reagiert.