
Infrarotlampe und das IoT: „Dumme“ Heizgeräte werden intelligenter
Seit Jahren sind Infrarotlampen in Textilfabriken eher einfach gestrickt. Man schließt sie einfach an, stellt den Timer oder den PID-Controller ein – und wartet darauf, dass die Lampe ausfällt. Im Grunde handelt es sich dabei um ganz normale Heizelemente. Doch das ändert sich jetzt. Wir bewegen uns langsam in eine Welt vor, in der die Lampe tatsächlich mitteilen kann, was vor sich geht.
Hören Sie auf zu raten – wissen Sie es stattdessen
Derzeit verlassen sich die meisten Textillampen nur auf eine feste Leistung. Man hofft einfach, dass das Gewebe die richtige Temperatur erreicht. Doch in den nächsten Jahren werden wir zu intelligenteren Sensoren übergehen. Stellen Sie sich Sensoren vor, die direkt im Gehäuse oder in der Quarzkapsel integriert sind. Dann kann die Lampe tatsächlich mit dem PLC kommunizieren. Sie kann Ihnen mitteilen: „Hey, mein Filament wird allmählich abgenutzt“ oder „Die Wärme erreicht die jeweiligen Stellen des Gewebes nicht ausreichend.“ Dadurch entfällt das Raten.
Es ist nicht so einfach, wie es klingt
Das Problem ist: Elektronik in einer Heizquelle unterzubringen, ist eine echte Herausforderung. Infrarotlampen werden extrem heiß. Wenn man dort einen Kommunikationschip einbaut, muss dieser vor der Hitze geschützt werden. Es handelt sich dabei um ein schwieriges Gleichgewicht. Mehr Daten bedeuten in der Regel mehr Kabel – und somit auch mehr Möglichkeiten für Fehler. Man kann einfach keinen WLAN-Chip an eine 230-Volt-Lampe kleben und dann davon ausgehen, dass alles funktioniert. Man benötigt robuste, hitzebeständige Kabel sowie spezielle Umwandlereinheiten, damit elektromagnetische Störungen die Daten nicht beeinträchtigen. Es ist zwar etwas technisch aufwendig, aber es lohnt sich.
Was bedeutet das für Ihre Produktionslinie?
Wenn in einer großen Textilproduktionslinie eine Lampe ausfällt, kommt alles zum Stillstand. Das bedeutet Verluste. Intelligente Lampen lösen dieses Problem. Anstatt dass ein Techniker die gesamte Linie abgeht, um herauszufinden, welche Lampe ausgefallen ist, sendet das System einfach die genaue ID der betroffenen Lampe. So kann man die Lampen nicht mehr nach einem festen Zeitplan austauschen, sondern danach, wie viel Licht sie eigentlich abgeben. Dadurch bleibt die Temperatur über die gesamte Breite des Gewebes konstant. Keine kalten Stellen, keine Zeitverschwendung – einfach eine funktionierende Produktionslinie.