
Hören Sie auf, raten zu müssen, wann Ihre Heizlampen versagen werden.
Schon seit langer Zeit ist die Beheizung in der Textilindustrie ziemlich primitiv. Man setzt eine Lampe ein, lässt sie bis zum Versagen arbeiten – und hofft, dass das nicht mitten in einer großen Produktionsphase passiert. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn eine Lampe plötzlich versagt und dadurch ganze Chargen Stoffe zerstört werden – schließlich wusste niemand, dass die Lampe bereits im Begriff war zu versagen.
Wir gehen nun davon aus. Das Ziel ist nun ein System, das Ihnen in Echtzeit mitteilt, wie es um die Lampen bestellt ist.
Die Ausrüstung
Alles beginnt mit der Hardware. Wir verwenden in der Regel Kurzwellen-Kalziumhalogenladungen. Um die für eine schnelle Trocknung benötigte Hitze zu erzeugen, ohne dabei die Hälfte des Fabrikraums zu belegen, erhöhen wir die Spannung – meist zwischen 230 V und 400 V.
Wir verwenden R7- oder Sk15-Anschlüsse, sodass man die Lampen einfach austauschen kann. Doch die eigentliche „Magie“ findet direkt am Anschluss statt.
Wie es eigentlich funktioniert
Jede Lampe hat einen vorhersehbaren elektrischen „Puls“. Wir setzen Strom- und Spannungsensoren direkt in den Stromkreis ein, um diesen Puls zu überwachen. Wenn der Filament dünn wird oder das Quarzmaterial an Qualität verliert, ändert sich dieser elektrische Puls. Das ist zwar subtil, aber das System bemerkt es.
Anstatt eines plötzlichen Ausfalls erhalten Sie eine Warnung auf dem Bildschirm. Sie wissen also früh genug, dass eine Lampe bald versagen wird.
Das Problem mit der Hitze
Es gibt jedoch ein Problem: Hochleistungs-Lampen eignen sich zwar für schnelle Aufheizzeiten, doch bei 2500 Watt Leistung wird die Hülle sowie die Reflektoren stark belastet. Es wird sehr heiß – wirklich sehr heiß. Wenn die Kühlventilatoren nicht ausreichen, lösen die Sensoren einen thermischen Schutzmechanismus aus, damit die Elektronik nicht beschädigt wird. Das ist zwar ein Sicherheitsmechanismus, bedeutet aber auch, dass die Luftzufuhr perfekt sein muss.
Warum das wichtig ist
Sie können endlich aufhören, zu raten. Die meisten Betriebe ersetzen alle Lampen alle sechs Monate – nur zur Sicherheit. Das ist Geldverschwendung und verschwendet außerdem gute Lampen. Mit dieser Lösung wechseln Sie nur die Lampen aus, die tatsächlich versagen.
Außerdem können Sie das System mit einem PLC verbinden, um eine klare Übersicht über den Zustand aller Lampen zu haben. Keine Überraschungen mehr – einfach reibungsloser Betrieb.