
Kann man wirklich eine alte Pulverbeschichtungsanlage retten, indem man einfach die Infrarotlampen auswechselt?
Seien wir ehrlich: Alte Trockenöfen sind ein Albtraum. Sie verbrauchen viel Strom, es gibt dort störende kühle Stellen – und man fragt sich, ob es nicht an der Zeit ist, die ganze Anlage einfach wegzuschmeißen.
Aber bevor man viel Geld in ein neues System investiert, gibt es eine einfachere Lösung: Man kann einfach die alten Infrarotlampen austauschen.
Durch den Einsatz moderner, hochdichter Infrarotröhren können diese Wärmelücken beseitigt werden – ohne dass man das ganze System auseinandernehmen muss.
Das eigentliche Geheimnis für eine Verbesserung
Es ist nicht so einfach, wie nur eine neue Glühbirne zu kaufen. Man muss auf die Leistung pro Zentimeter achten. Wenn die alten Lampen zu schwach waren, musste man wahrscheinlich die Geschwindigkeit des Transportbands erhöhen – das bedeutet wiederum, dass das Pulver nicht richtig getrocknet wird. Durch den Einsatz von Infrarotröhren mit höherer Leistungsdichte kann man die optimale Trocknungs temperatur schnell erreichen. Das Pulver fließt schneller und verknüpft sich schneller – dadurch müssen die Teile nicht so lange in der Hitze bleiben.
Ein paar Dinge, auf die man achten muss
Höhere Temperaturen bedeuten auch einen höheren Stromverbrauch. Wenn man von einer 2kW-Lampe auf eine 3kW-Lampe wechselt, sollte man unbedingt seine Verkabelung sowie die Sicherungen überprüfen. Man möchte schließlich nicht schon am ersten Tag einen Fehler haben.
Außerdem gibt es noch etwas, was viele Menschen übersehen: Die Reflektoren. Wenn man eine neue Lampe vor einen beschädigten oder oxidierten Reflektor stellt, verschwendet man nur Geld. Wenn der Reflektor beschädigt ist, geht etwa 30% der Wärme an die Wand des Ofens statt an den eigentlichen Teil. Behebt man die Probleme mit den Reflektoren, können die Lampen ihre Funktion erfüllen.
Loht es sich überhaupt?
Der Vorteil ist, dass dies eine einfache Lösung ist. Man muss das Transportband nicht verschieben, auch die Abmessungen der Werkstatt müssen nicht geändert werden. Man tauscht einfach die Elemente aus, passt die Steuergeräte an – und schon kann die Anlage wieder funktionieren. Dadurch entsteht ein viel präziseres Temperaturverhalten – weniger Fehlprodukte, geringere Stromkosten – und die Maschine funktioniert wieder wie gewünscht. Es handelt sich dabei zwar nicht um einen kompletten Neubau, aber es stoppt zumindest den „Blutverlust“ der Anlage.